Mo. Jul 4th, 2022

Allgemeine Infos

Wer schon mal in ein Wurmloch gehüpft ist, dem ist aufgefallen, dass es da alle möglichen Arten und Varianten des J-Space gibt. (J-Space deshalb, weil alle Wurmloch-Systeme mit einem „J“ beginnen.)

Also sind die Wurmlöcher eigentlich nur Verbindungen vom normalen Space in den J-Space.
Alle reden aber immer davon ins „WH“ (Wormhole) zu gehen und meinen damit eigentlich den J-Space.

Meine Tipps für die Auswahl des richtigen J-Space Systems

  1. J-Space Systeme gibt es in verschiedenen Varianten von C1 bis C6 (sind die Schwierigkeitsgrade) + einige exotischere Varianten.
    Für das Gas-Mining ist es unerheblich welche Variante ihr wählt, da die Gas-Sites immer dieselben Voraussetzungen haben. Nur wenn ihr PvE machen wollt, dann macht das einen Unterschied.
    Prinzipiell könnt ihr jedes Gasgebiet mit Ninja-Gas-Mining angehen. Ca. 20 Minuten nach dem Anwarpen erscheinen die Ratten – egal ob ihr getarnt oder normal das Gasfeld anwarpt! Der Timer läuft, sobald jemand das Gasfeld angewarpt hat. Wie man hier klug vorgeht habe ich in diesem Artikel beschrieben. Lest euch also erst den Artikel durch und lest dann bei 2. weiter!
  2. Es geht ums Überleben. D.h. wie kann ich relativ sicher in den J-Space vordringen, dort ein, zwei Gasfelder abernten und sicher zurückkehren.
    Prinzipiell sicher sein kann man sich nie, aber es gibt gewisse Grundregeln, die euch das Leben extrem erleichtern. Lasst euch gesagt sein, dass sie euch trotzdem drankriegen werden. Nehmt es locker und startet von vorn. Das ist Eve und nicht Fortnite.
  3. Grundregel Nr 1: Kennt die Sternenkarte!
    Ein Wurmloch vom High-sec aus zu betreten ist immer ein Risiko.
    Dabei gilt: Je näher sich das Wurmloch an einem Tradehub befindet, desto eher bekommt ihr Besuch. Für viele Spieler ist es ein netter Freizeitsport arme Miner im J-Space zu ganken. Macht also mal 10 Sprünge weg vom Tradehub in ein 0.6er System und sucht euch dort ein Wurmloch.
    Wenn im High-Sec-System nur ein oder zwei Spieler im Local (lokaler Chat) sind ist das gut, wenn ihr dort alleine seid ist es optimal.
    Hier hat sich die Übersicht auf der Sternenkarte als hilfreich erwiesen. Dort könnt ihr nämlich auch filtern nach den durchschnittlichen Spielern im System in den letzten 30 Minuten und nach den Schiffen, die in der letzten Stunde dort zerstört wurden. Das gibt euch einen Anhaltspunkt wohin ihr springen solltet. Einfach so ins Blaue zu springen kostet euch nur Zeit.
    Natürlich gibt es hier gewisse Barrieren, hinter denen ihr etwas mehr Ruhe habt.
    Alles hinter „Ahbazon“ oder „Tama“ ist ruhiger als das gesamte High-sec um Jita. Die beiden Systeme werden oft von Gankern belagert, weshalb sich viele Spieler nicht hinter diese Systeme wagen, wenn sie nicht müssen. Beschäftigt euch also mit der Sternenkarte. Das bringt euch den strategischen Überlebensvorteil.
    Die Alternative dazu: Ihr scannt euch durch eine Kette von J-Space-Systemen. Dann habt ihr meistens auch eure Ruhe. Faustregel: High-sec + zwei Wurmlöcher – da solltet ihr auch eure Ruhe haben…. vorausgesetzt ihr habt das richtige System gefunden… was mich zur Grundregel Nr2 bringt.
  4. Grundregel Nr 2: Kenne den J-Space!
    Es gibt 2.604 J-Space-Systeme und in gefühlt jedem System hat irgendwer ein Geschäft am laufen.
    Unberührte Systeme gibt es eigentlich nicht… zumindest habe ich noch kein einziges J-Space-System gesehen, in dem nicht irgendeine von Spielern errichtete Struktur ist und sei es nur um planetare Industrie zu betreiben. Manche Systeme sind beliebt, andere nicht. Das hängt immer davon ab wie gut die Anbindung nach außen (Null-sec, low-sec oder high-sec) ist.
    Besonders beliebt sind Systeme, die eine statische Anbindung an den high-sec haben. Diese haben immer einen Besitzer! Besitzer von JSS (J-Space-Systemen) sind wie texanische Rancher: „Wer mein Land betritt wird sofort erschossen.“ (Statisch bedeutet, dass das System immer ein Wurmloch in eine bestimmte Region hat.)
    Wie kommt man an ein solches System fragt ihr euch? Eigentlich ganz einfach: Beliebte Systeme werden entweder von einem anderen Spieler/Corp erobert oder sie werden in der Regel von anderen Spielern gekauft.
    Die Kunst ist es, die subtilen Hinweise zu erkennen, ob jemand regelmäßig/täglich im System ist.
  5. Ist jemand zuhause?
    Es gilt also immer zu prüfen, wenn man in ein System hüpft, ob
    1. grade jemand da ist. Du bist automatisch 60 Sekunden lang getarnt. Jetzt wirfst du den DScan an und schaust dir an, was du dort findest.
      Wenn hier andere Schiffe unterwegs sind, dann wirst du vermutlich keine Ruhe haben, um in Ruhe Gas zu minern. Jetzt kannst du entweder wieder zurück in dein letztes System springen, oder du suchst dir hier einen Safe-Spot und scannst dir das nächste – hoffentlich ruhigere – System.
    2. das System bewohnt ist.
      Das benötigt etwas mehr Nachforschung. Nicht immer lässt sich vom Wurmloch aus erkennen, ob es im System POS (player owned structures) gibt. Die meisten Spieler ziehen es vor, diese irgendwo am äußeren Rand zu platzieren, da man sie nicht sofort auf dem Dscan hat, wenn man das System betritt. Das hat zur Folge, dass man auf sein Wurmloch einen Bookmark setzt und dann kreuz und quer durch das System spring und dabei den Dscan beobachtet. Im Normalfall findet ihr dort einige Zollstationen für Planetare Interaktion – das ist noch kein Grund um das System zu wechseln.
      Solltet ihr hier Stationen mit Abwehrgeschützen finden, dann könnt ihr schon wesentlich vorsichtiger werden.
    3. Letzte Gewissheit erlangt ihr mit zwei Maßnahmen:
      Ihr schaut euch die Anzahl der Signaturen an. Sollte diese irgendwo zwischen 5 und 10 betragen, dann war vor kurzem jemand im System tätig. Je geringer die Anzahl der Signaturen, desto mehr Aktivität herrscht im System!
      Solltet ihr aber 15 bis 20 Signaturen vorfinden, dann war längere Zeit niemand mehr hier tätig. Unabhängig von den Stationen im System.
      Und Maßnahme zwei: Ihr schaut euch das System auf zkillboard.com an. Hier sieht man grundsätzlich, ob in dem System gekämpft wird oder nicht. Ihr könnt euch (falls vorhanden) die Struktur im System anschauen und den Besitzer mit den Kills im zkillboard abgleichen. So könnt ihr auch Rückschlüsse ziehen, ob der Besitzer aggressiv Besucher bekämpft oder ob die Station umkämpft ist. Das letzte das ihr wollt, ist in einen Corpkrieg hineingezogen zu werden.

Also kann man zusammenfassen:
Das ideale Wurmloch für Gasmining ist eines, das keine direkte Anbindung an high- low- oder Null-sec hat, unbewohnt, hochstufig und daher für Ganker als auch für Solo-PVE nicht interessant ist. Habt also keine Angst vor C4/C5/C6. (Der Vorteil ist, dass C5 und C6 nur statische Anbindungen an andere JSS haben können.)
Bleiben also alle JSS übrig, die quasi am Arsch der Galaxie sind.
Und genau da wollen wir hin. Je abgelegener die Ecke, desto mehr Ruhe habt ihr!
Ihr wollt nicht erleben, dass euch eine Astero, Stratios oder Proteus (liebe Grüße an dieser Stelle an meinen Lieblingsganker Pflepsen) von hinten bummst wenn der Erzspeicher fast voll ist. Viel Glück und o7.

Von Galon

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